Ist der Kleine Beutenkäfer bereits über die Alpen?

Kleiner Beutenkäfer

Bildquelle: James D. Ellis Quelle: Invasive.org

Die Feinde der Bienen nehmen stetig zu. Neben Insektiziden, Pestiziden, der Varoamilbe, Wachsmotten, Spitzmäusen und anderen Schädlingen droht jetzt eine weitere Gefahr. Der Kleine Beutekäfer aus Afrika ist vermutlich auch in der Schweiz entdeckt worden. Er zählt zu den gefährlichsten Bienenparasiten weltweit. Ein Bienenvolk wird in kürzester Zeit vernichtet. Grund dafür sind die Larven des Käfers, welche unverzüglich den gesamten Honig, die Pollen sowie die komplette Bienenbrut fressen.

Wie auf dem Portal schweizerbauer.ch berichtet, untersucht das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen einen Verdachtsfall auf den Bienenschädling Kleiner Beutekäfer.

Der Kleine Beutenkäfer ist ein Parasit von Völkern der Honigbiene aus der Familie der Glanzkäfer. Dieser stellt ein ernst zu nehmendes Problem für Bienenvölker dar. Seine Heimat ist in Afrika, jedoch hat er bereits seit längerer Zeit den Weg nach Nordamerika (2000), Australien (2003) und seit kurzem auch nach Europa gefunden.

Dieser kann sich über Importe von Honigbienen, Versandkäfigen von Königinnen, wilden Bienenvölkern, die ungewollt mit Schiffs- oder Flugzeugtransporten befördert werden. Aber auch mit importierten Waren, wie z.B. Obst wie es bei dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft nachzulesen ist.

Ist  ein Bienenstock oder ein Hummelnest einmal befallen, so ist eine Schädlingsbekämpfung nicht mehr möglich.

Im September letzten Jahres war der Kleine Beutenkäfer in Kalabrien und später in Sizilien festgestellt worden. In Portugal wurde dieser 2004 entdeckt, jedoch konnte der Kleine Beutenkäfer rasch ausgemerzt werden.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, wird das Schweizer Bundesamt umgehend darüber berichten, so BLV-Sprecher Stefan Kunfermann.

Zur Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

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